Menü X

Apfelbaum

Das Angebot richtet sich an

  • Kinder, die dauerhaft und langfristig in der Erziehungsstelle leben sollen. Aufgenommen werden Kinder von 0 bis 5 Jahren, die auf lange Sicht nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können und für die eine Unterbringung in einer Regelgruppe oder einer Pflegefamilie nicht angezeigt ist. Die Erziehungsstelle bietet diesen Kindern die Chance eines familienähnlichen Lebensumfelds in Kombination mit den Leistungen der professionellen Heimerziehung.

Wir setzen uns das Ziel

Der gesetzliche Auftrag konkretisiert sich im Hilfeplan, in dem die Zielsetzungen nach dem individuellen Bedarf im Einzelfall vereinbart werden.

Grundsätzliche Ziele sind:

  • Aufbau bzw. Verbesserung der Beziehungsfähigkeit und der Nähe-Distanz-Regulation durch das Angebot einer korrigierenden Beziehungserfahrung

  • altersgerechte Entwicklung und Erlernen von Alltagskompetenzen durch entsprechende Förderung in einem sicheren und strukturierten Rahmen

  • Aufbau und Förderung von Konzentration, Impulskontrolle und Frustrationstoleranz

  • Erfahrung von Sicherheit, Zuverlässigkeit und Schutz

  • Möglichkeit zur Aufarbeitung der persönlichen Lebensgeschichte und damit verbundener Traumata

  • Mobilisierung von Ressourcen und Förderung der Persönlichkeitsentwicklung

  • Einbindung in das soziale Umfeld (Kindergarten/ Schule/ Vereine)

  • langfristige Entwicklung einer realistischen Zukunftsperspektive

  • wenn möglich: Einbindung und Beteiligung der Eltern an der Erziehung ihrer Kinder

Das Leistungsangebot beinhaltet

  • Grundlage für die Arbeit mit den Kindern in der Erziehungsstelle ist die Vorgabe klarer, Halt gebender Strukturen im Alltag und ein tragfähiges, langfristiges Beziehungsangebot zu einer festen Bezugsperson in einem familienanalogen Rahmen.

  • Eine wesentliche Bedeutung kommt der Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie zu, die nach Möglichkeit eng in Prozesse mit eingebunden wird. Wenn dies nicht möglich ist, erhalten die Kinder dennoch die Möglichkeit, sich aktiv mit ihrer Familiengeschichte und ihren Erlebnissen und Erinnerungen auseinanderzusetzen.

  • Die methodischen Grundlagen lassen sich überwiegend aus sozial-, ressourcenorientieren und verhaltenstherapeutischen Handeln ableiten.

Auf handlungsorientierten Ansätzen beruhende Methoden:

  • Strukturierung des Tages- und Wochenablaufes

  • altersgerechte Beteiligung der Kinder an alltäglichen Tätigkeiten und Abläufen

  • Förderung individueller Stärken

  • Förderung des Erlernens altersgerechter Fähigkeiten durch entsprechende Spiel- und Beschäftigungsangebote

  • biographisches Arbeiten

  • Lernen am Modell

  • Eltern- und Familienarbeit

  • Gestaltung von Freizeit, Sport- und Spielangeboten, Festen und gemeinsamen Reisen

Arbeit mit den Familien

Die Erziehungsstelle Apfelbaum versteht sich als Angebot für Kinder, die voraussichtlich dauerhaft nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können. Dennoch bzw. gerade deswegen ist uns eine intensive und professionelle Elternarbeit besonders wichtig. Inwieweit die Eltern in den Erziehungsprozess eingebunden werden können, wird im Rahmen der Hilfeplanung individuell festgelegt.

Der Umgang mit den Familien ist wertschätzend und transparent.

Konkrete Inhalte der Elternarbeit können sein:

  • Stärkung und Bestätigung der Eltern in ihrer Rolle

  • Unterstützung der Eltern im Umgang mit ihrem Kind

  • Entwicklung und Ausbau von Erziehungskompetenzen

  • Kontaktgestaltung und -begleitung zwischen Eltern und Kindern

  • bei Bedarf: Vorbereitung und Unterstützung der Eltern bei einer geplanten Rückführung

Unsere Besonderheit

Mindestens einmal jährlich wird eine gemeinsame Ferienreise durchgeführt. Des Weiteren werden zusätzlich gemeinsame Wochenendreisen unternommen.

Die Erziehungsstelle ist im Ort fest verankert und nimmt regelmäßig an festlichen Höhepunkten teil.

Ausstattung und Wohnen

Die Erziehungsstelle befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Landesgrenze Berlin in der Gemeinde Blankenfelde/Mahlow. Dort lebt die pädagogische Fachkraft zusammen mit ihrem Lebenspartner in einer Doppelhaushälfte und Garten.

Es können zwei Kinder aufgenommen werden, für die jeweils ein eigenes Kinderzimmer im Obergeschoss des Hauses zur Verfügung steht. Die Küche, das Wohnzimmer mit Essbereich und zwei Toiletten sowie Badezimmer stehen ebenfalls zur Verfügung.

Der Garten am Haus ist kindersicher eingezäunt. Im Garten finden die Kinder genügend Platz zum Spielen, Ausruhen und Fische beobachten. Zur Familie gehören zwei Hunde und ein Gartenteich mit Fischen und Fröschen.

Im Ort gibt es eine gut ausgebaute Infrastruktur, eine Vielzahl von Arztpraxen, therapeutischen Angeboten, verschiedenen Schulformen, Kitas, Einkaufsmöglichkeiten, Ämtern usw.

Der Ort ist umgeben von Wald- und Feldflächen, welche zu gemeinsamen Ausflügen über ein gut ausgebautes Radwegenetz einladen. Ein Natursportpark ergänzt die vielen Angebote im Freizeit- und Sportbereich.

Team

Die sozialpädagogische Fachkraft betreut die Kinder rund um die Uhr in Vollzeit.

Unterstützt wird sie von einer Erzieher*in in Teilzeit und der Pädagogischen Leitung.

Die Fachkraft nimmt an fachlich relevanten Fortbildungen teil und erhält regelmäßige Supervision.

Wir kooperieren eng mit

  • den Eltern und Angehörigen, den Fach- und Sozialdiensten der fallführenden Jugendämter, dem KJPD, SPZ, den Kindergärten, Kinderärzt*innen und Therapeut*innen und ortsansässigen Vereinen

gemäß §27 SGB VIII in Verbindung mit §34 SGB VIII und §35a SGB VIII

Kapazität:

2 Plätze

Alter:

0-5 Jahre

Ansprechpartner*innen